Academic Company Events NI Developer Zone Support Solutions Products & Services Contact NI MyNI

Customer Solutions

NI Compact Vision System ermöglicht Nachweis der Six-Sigma-Qualität bei der Prüfung von Zündkerzen für Fahrzeuge

Author(s):

Anand Krishnan, Soliton Technologies Pvt. Ltd.; Anand Prasad Chinnaswamy, Soliton Technologies Pvt. Ltd.;

Industry:

Automotive

Product:

LabVIEW, Vision

The Challenge:

Entwicklung eines robusten und zuverlässigen automatisierten optischen Inspektionssystems für Fahrzeugzündkerzen bei Einhaltung hoher Standards hinsichtlich Reproduzierbarkeit, Wiederholbarkeit, Präzision und Platzersparnis zum Nachweis von Six-Sigma-Qualität

The Solution:

Entwicklung einer robusten, zuverlässigen und kostengünstigen Lösung für die Produktionsstätte, basierend auf National Instruments CVS-1454, einer Sony-Digitalkamera des Standards IEEE 1394 und flexibler, modularer Software, die auf einer Plattform mit NI LabVIEW Real-Time und dem NI Vision Development Module geschrieben wurde.


image
Hardwareschaltbild des Prüfsystems für Zündkerzen

Bei der Herstellung einer Zündkerze für Automobile ist die richtige Schlagweite von großer Bedeutung. Der Kunde, ein führender indischer Hersteller von Zündkerzen, identifizierte zwei Schlüsselparameter, die entscheidenden Einfluss auf die funktionelle Leistung der Zündkerze haben. Einer davon ist die Exzentrizität zwischen dem äußeren Gehäuse und der inneren Elektrode. Der andere Parameter ist der Offset zwischen der Masseelektrode und dem Zentrum der inneren Elektrode.

Die Notwendigkeit einer automatischen Messung von Exzentrizität und Offset
Der Kunde hatte Exzentrizität und Offset in einem manuellen Prozess gemessen. Dies geschah durch das Definieren der Position von drei Punkten auf jedem kreisrunden Bestandteil und dem Angleichen der Kreisgleichung. Tritt nur bei einem dieser Punkte ein Messfehler auf, könnten die berechnete Exzentrizität und der Offset beträchtlich abweichen. Die mangelnde Genauigkeit dieser Methode zwang den Kunden zur Einschränkung des Toleranzbandes, was zu sinkenden Erträgen führte. Um eine zuverlässige Qualitätskontrolle, höheren Prüfdurchsatz und gute Erträge zu gewährleisten, gab der Kunde ein auf Bildverarbeitung basierendes Prüfsystem für die Produktionsanlage von Zündkerzen in Auftrag.

Folgende Anforderungen sollten dabei erfüllt werden:

  • Messung von Exzentrizität und Offset mit einer Genauigkeit von 0,01 mm mit einer Six-Sigma-Wiederholpräzision von 10 % des Toleranzwertes
  • Gewährleistung der Unabhängigkeit der Systemfunktionalität von den inhärenten Variationen in der Beschaffenheit der Zündkerzen zwischen verschiedenen Exemplaren und Modellen
  • Minimierung von Platzbedarf und Beständigkeit in der rauen Produktionsumgebung und Maximierung der Produktivität durch Verkürzung der Prüfzeit
  • Schnittstelle zur SPS, die die Produktionslinie steuert, um menschliches Eingreifen auszuschließen und den Messprozess damit schnell, objektiv und wiederholbar zu machen
  • Aufzeichnen und Speichern der Ergebnisse für weiterführende Analysen und Verbesserungen bei Prozess und Ertrag

Die zahlreichen, für diese Anwendung notwendigen programmierbaren Funktionen brachte eine Sony-Digitalkamera mit 1280 x 960 Pixeln des Standards IEEE 1394 mit.

Die Anwendungssoftware wurde in LabVIEW Real-Time erstellt, was dem Kunden u. a. die Flexibilität verlieh, das System über TCP/IP zu konfigurieren, es regelmäßig mithilfe eines Kalibrierziels zu kalibrieren und resultierende Daten über FTP zu übertragen. Für die Ausführung dieser Software fiel die Entscheidung zugunsten des Compact Vision System (CVS) aufgrund seiner Echtzeitleistung, Robustheit, kompakten Größe und der vorliegenden Erfahrung mit NI-Technologie für erstklassige Bildverarbeitungslösungen. Das Ergebnis entsprach allen Erwartungen: ein System, das keinerlei manuelle Intervention erfordert, mit einer Wiederholpräzision von 10 %.

Hardware- und Softwaresystem
Die Prüfstation besteht aus einer Sony-Kamera des Standards IEEE 1394, einem Objektiv von Nikon und einer ringförmigen Lampe zur gleichmäßigen Beleuchtung der Oberseite der Zündkerze. Die Bilddaten werden über eine integrierte IEEE-1394-Schnittstelle an ein NI CVS übertragen. Die Zündkerzen laufen mit einer Geschwindigkeit von 1 Zündkerze pro Sekunde über das Fließband. Über den Digitalanschluss kommuniziert das CVS mit dem Förderband, der Steuer-SPS und dem Relais für das Auswerfen der Prüflinge. Das CVS besitzt eine Schnittstelle zum Firmennetzwerk, so dass ein Standard-PC mit Windows eingesetzt werden kann, um Setup-Parameter zu konfigurieren und gewonnene Daten zu speichern. Zur Unterstützung bei der Kalibrierung des Systems wurde ein Master-Kalibrierziel erstellt.

Da die Anwendung mit einer Abweichung von höchstens zwei Pixeln wiederholbar sein musste, war es wichtig, Algorithmen zu entwerfen, welche die Einstellparameter in der Mitte eines recht breiten Toleranzbandes festlegten. Dadurch wurde sichergestellt, dass durch die Wiederholbarkeit von Kamera- und Bildverarbeitungsanwendung auftretende Veränderungen im Bild die Ergebnisse der Algorithmen nicht beeinflussten. In dieser Phase der Prototypisierung von Algorithmen erwies sich der NI Vision Assistant als unverzichtbares Werkzeug. Er ermöglichte die zyklische Kontrolle vieler gespeicherter Zündkerzenbilder und die tabellarische Darstellung von Zwischenergebnissen mit der Funktion für automatisierte Abarbeitung. Die Abstimmung von Parametern erfolgte somit systematisch und zielorientiert anstatt durch einen Trial-and-Error-Ansatz. Während der Vision Assistant für die Prototyperstellung nützlich war, benötigte die endgültige Anwendung die Vielseitigkeit von LabVIEW, die im NI Compact Vision System bereitsteht.

Das Modul NI CVS-1454 erweiterte den spezifischen Bereich des Kreiserkennungsalgorithmus. Die Erkennung von kreisförmigen Kanten verwendet eine große Menge von Punkten, um den Kreis zu definieren. Darüber hinaus identifiziert und ignoriert der Algorithmus Kanten, die leicht vom dominanten Kreis abweichen. So wird die Kreispassung verbessert. Eine andere wertvolle Funktion, die alle NI-Kantenerkennungsalgorithmen gemeinsam haben, ist die Fähigkeit, einen Kompromiss zwischen Präzision und Verarbeitungszeit zu schließen, indem das Maß der Unterabtastung gesteuert wird.

Bildverarbeitungstechnologie von NI kombiniert die Vorteile der robusten, zuverlässigen und echtzeitfähigen Leistung des Compact Vision System mit dem homogenen Charakter von LabVIEW als Softwareplattform. Die Aufgaben eines Entwicklers von Bildverarbeitungssystem wandeln sich vom Schreiben und Optimieren tausender Zeilen von Programmcode hin zur Konzeption kreativer und effektiver Ideen für die Lösung von Bildverarbeitungsaufgaben, denn die Technologie von National Instruments steht zur Verfügung, um diese Ideen zu validieren, verbessern und in eine produktionsbereite Anwendung umzusetzen. Dadurch können Entwicklungszeit und Kosten gespart werden. Das beschriebene System wurde in nur acht Mannwochen entwickelt und validiert.

Vergleichsparameter

Manuelle Prüfung

Automatisiertes Bildverarbeitungssystem basierend auf NI-Technologie

Objektivität und Zuverlässigkeit

Subjektiv und nicht wiederholbar

Der Messablauf ist wiederholbar und objektiv. Die Wiederholpräzision übertraf die Six-Sigma-Qualität.

Kompaktheit und Robustheit

Nicht kompakt, nur begrenzt robust

Robustes System, kleiner als ein Ziegelstein

Prozessleittechnik

Mühsam, da Daten manuell markiert und erfasst werden müssen

Statistische Information kann zur Verbesserung des Produktionsprozesses beitragen, da Daten automatisch erfasst werden.

Ertrag

Wegen eingeschränkter Genauigkeit musste das Toleranzband verschmälert werden. Dies reduzierte den Ertrag, da Grenzfälle, die eigentlich akzeptabel waren, dem Ausschuss zugeordnet wurden.

Wegen der höheren Genauigkeit konnte die Toleranz, und damit der Ertrag, erhöht werden.

Tabelle 1: Systemvorteile durch NI-Produkte

Zuverlässigkeit und Wiederholbarkeit mit Compact Vision System und LabVIEW
Die Markenzeichen einer erfolgreichen Messanwendung sind ihre Zuverlässigkeit und Wiederholpräzision. Dieses Ziel ist bei einer auf Bildverarbeitung basierenden Applikation noch schwerer zu erreichen. Das Prüfsystem für Zündkerzen erfüllt diese Vorgaben und beweist, dass sowohl die einzelnen Hardwarebestandteile als auch die verbindende Software zuverlässig und wiederholbar arbeiten. Während das robuste Compact Vision System das Herzstück der Anwendung bildet, führt die flexible, sorgfältig prototypisierte und getestete LabVIEW-basierte Anwendung zu präzisen und wiederholbaren Ergebnissen.

Das Ergebnis ist ein kostengünstiges, in kurzer Zeit entwickeltes Prüfsystem mit höchstem Qualitätsanspruch. Die virtuelle Instrumentierung ermöglichte dabei die nahtlose Integration des Systems in den betrieblichen Herstellungsprozess.

Erfahren Sie mehr zu NI-Hard- und -Software für die industrielle Bildverarbeitung.

Weitere Informationen erhalten Sie über:

Anand Krishnan
Project Leader
Soliton Technologies Private Limited.
# 683, 15th Cross Road,
2nd Phase, JP Nagar,
Bangalore – 560078,
Indien
Tel :+91-80-51208600
Fax:+91-80-51208700
E-Mail: kanand@solitontech.com

Unterstützung & Kontakt


Haben Sie Fragen oder benötigen Sie ein Angebot? Wir rufen Sie sofort zurück!
Wählen Sie Ihr Land: Deutschland | Österreich | Schweiz