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TestStand 4.0 – Testsysteme schneller aufgesetzt

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Bild 1: Der neue optimierte Sequenzeditor besteht aus rekonfigurierbaren Feldern und vereinfacht die Entwicklung mittels der neuen Palette zum Einfügen von Testschritten (Insertion Palette).

Author(s):
Heinrich Illig - National Instruments Germany GmbH

Industry:
Industrial Controls/ Devices/ Systems, ATE/Instrumentation

Products:
NI TestStand

The Challenge:
Optimierung von NI TestStand 4.0 unter besonderer Betrachtung der Produktivität bei der Erstellung eines automatischen Testablaufs.

The Solution:
Es wurden der Sequenzeditor und die Anbindung an unternehmensweite Systeme zur Erleichterung der Integration von Prüfsystemen in die Organisation optimiert.

"Die höhere Produktivität bei der Erstellung des Testablaufs verkürzt nicht nur die Zeit bis zum ersten Testdurchlauf, sie reduziert auch die Gesamtkosten von Testsystemen ganz erheblich."

Kurzfassung

Hauptziel vieler Unternehmen ist es, die Effizienz ihrer Testsysteme zu erhöhen. Dabei bietet die Produktivität bei der Entwicklung eines neuen Testsystems bzw. die Anpassung eines bestehenden auf neue Anforderungen das größte Verbesserungspotential, denn die Entwicklungszeit schlägt oft mit bis zu einem Drittel der Gesamtkosten bei einer Teststation zu Buche.

Die neue Funktionalität von NI TestStand 4.0 konzentriert sich daher auf eine höhere Produktivität bei der Erstellung eines automatischen Testablaufs. Zu diesem Zweck wurden der Sequenzeditor und die Anbindung an unternehmensweite Systeme zur Erleichterung der Integration von Prüfsystemen in die Organisation optimiert. 

Die höhere Produktivität bei der Erstellung des Testablaufs verkürzt nicht nur die Zeit bis zum ersten Testdurchlauf, sie reduziert auch die Gesamtkosten von Testsystemen ganz erheblich.

Schnellere Entwicklung von Testsystemen

Mit TestStand 4.0 wird die Produktivität von Entwicklern automatisierter Testsysteme weiter verbessert, indem sie leistungsstarke und einfach bedienbare Werkzeuge an die Hand bekommen. 

Entwickler von automatisierten Testabläufen, die TestStand einsetzen, können mit dem zentralen Werkzeug zur Erstellung des Testablaufs, dem Sequenzeditor, viel Zeit einsparen. Der optimierte Sequenzeditor von TestStand 4.0 ist einfacher zu bedienen und kann besser vom Anwender an seine individuellen Wünsche angepasst werden (Customized Sequence Editor). Der Sequenzeditor verwendet nicht mehr modale Fenster und ein menübasiertes Paradigma, sondern besteht aus rekonfigurierbaren Feldern, die vergrößert und verkleinert, versteckt und verschoben werden können. So kann die Entwicklungsumgebung schnell und einfach entsprechend den jeweiligen Entwicklungsanforderungen neu gestaltet werden.

Neben dem optimierten Design beschleunigt der Sequenzeditor auch die Entwicklung neuer Sequenzen, denn er erleichtert gängige Entwicklungsaufgaben, wie etwa das Erstellen neuer Schritte innerhalb einer Sequenz. Die neue Palettenansicht umfasst beispielsweise eine navigierbare Baumstruktur, die alle verfügbaren Schritte anzeigt. Damit kann der Anwender leichter erkennen, welche Funktionen ihm zur Verfügung stehen. Darüber hinaus können die Schritte aus der Palette per Drag and Drop in eine Sequenz gezogen werden, um zügig einen neuen Schritt zu erstellen.


Vorkonfigurierte Schrittvorlagen

Die Palette enthält auch vorkonfigurierte Testschritte (Step Templates), mit deren Hilfe sich Sequenzen schneller und einfacher vervollständigen lassen. Zudem besteht auch die Möglichkeit, selbst vorkonfigurierte Testschritte zu erstellen, indem Testschritte in einer Sequenz entwickelt und konfiguriert und anschließend per Drag and Drop ins Vorlagenfeld gezogen werden, das sich in der Palette befindet. Eine Kopie des Testschrittes wird dann als Vorlage gespeichert. Ebenfalls per Drag and Drop kann dieser nun einfach in eine neue Testsequenz eingebaut und damit wiederverwendet werden.


Steuerung der TestStand-Engine durch Ausdrücke

Mit TestStand 4.0 kann die TestStand-Engine direkt über Expressions (Ausdrücke) gesteuert werden. In bisherigen Versionen von TestStand mussten Entwickler den ActiveX-Moduladapter benutzen, um mit der TestStand-Engine kommunizieren zu können. Dies kann sehr zeitaufwändig sein, da jede Operation die Erstellung und Konfigurierung eines neuen Schritts erfordert. Operationen wie etwa das Ändern des Pfades für ein LabVIEW-Module können nun mit einem einzelnen Ausdruck anstatt mit sechs verschiedenen ActiveX-Schritten, wie sie bisher nötig waren, durchgeführt werden.


Ausgabefenster

Das neue Ausgabefenster (Output Window) erweitert die Fehlerbehebungsfunktionen im Sequenzeditor und ermöglicht damit das Senden von Nachrichten an die Entwicklungsumgebung, während eine Sequenz abläuft. Ausgabenachrichten werden über einen Ausdruck oder die Kommunikation mit der TestStand-API generiert und können Informationen über Fehler, Warnungen oder Fehlerbehebung enthalten. Über die Anzeige von Nachrichten im Ausgabefenster können zusätzliche Informationen über den Ausführungszustand der Sequenz an den Benutzer gegeben werden. Die Ausgabe und der Ablauf der Sequenz beeinflussen sich nicht, was beispielsweise beim Auffinden von Timing-Fehlern sehr von Vorteil ist.


Werkzeuge zur Entwicklung anwenderdefinierter Sequenzeditoren

TestStand 4.0 führt zwei neue Bedienelemente für die Benutzeroberfläche ein, die bisher nur für die Entwicklung anwenderdefinierter Benutzerschnittstellen zur Ausführung eines Testablaufs genutzt wurden. TestStand-Entwickler können damit neben individuellen Benutzerschnittstellen auch anwenderdefinierte Sequenzeditoren erstellen. Diese dienen zur Entwicklung vereinfachter Entwicklungsumgebungen für TestStand-Anwender, die nicht die gesamte Funktionalität des neuen Sequenzeditors benötigen, und erleichtern die Entwicklung von Prüfsequenzen für spezifische Anwendungen.

Mehr über die Werkzeuge zur Entwicklung anwenderdefinierter Sequenzeditoren erfahren Sie im 24-minütigen Webcast zum Thema Developing NI TestStand Custom Sequence Editors in LabVIEW.


Dokumentation von Dateien im Arbeitsbereich

Mit der neuen Version von TestStand lassen sich automatisch alle Dateien im Arbeitsbereich sowohl im HTML- als auch im ASCII-Textformat dokumentieren. Die gewonnene Dokumentation kann zur Verfolgung der grundlegenden Projektrichtlinien oder für die Dokumentation der notwendigen Dateien und ihrer entsprechenden Versionen verwendet werden, um ein System zu einem späteren Zeitpunkt wiederherstellen zu können.

Mehr über die neuen Entwicklungswerkzeuge in TestStand 4.0 erfahren Sie im 20-minütigen Webcast zum Thema Accelerating Test System Development with TestStand.

Anbindung an unternehmensweite Systeme

Automatisierte Prüfsystem sind nicht länger unabhängige Einheiten mit geringfügiger bzw. keiner Verbindung zu anderen Systemen innerhalb einer Organisation. Heutzutage müssen automatisierte Prüfsysteme mit vielen anderen Systemen in einem Unternehmen und mit neuen Industriestandards kommunizieren. Auch die neueste Version von TestStand erlaubt die Anbindung an unternehmensweite Systeme und konzentriert sich dabei auf das Requirements Management und ATML.


Integration des Requirements Management

Die neue TestStand-Version nutzt die durch den NI Requirements Gateway zur Verfügung gestellte Funktionalität für die Kommunikation mit Software für das Requirements Management, wie etwa Telelogic DOORS. Die Implementierung von Anforderungen (Requirements) in TestStand-Schritte, -Sequenzen, -Sequenzdateien oder -Arbeitsbereiche kann jetzt dokumentiert und auf ein Requirements-Dokument zurückgeführt werden, das in verschiedenen Formaten gespeichert ist. Der NI Requirements Gateway erleichtert auch die Erzeugung der Dokumentation zur Verifizierung, wie z. B. für Validierungspläne (traceability matrix).

Eine zehnminütige Demo zum Thema Requirements Management Integration with NI TestStand bietet weitere Informationen zum Thema.


Neue binäre und XML-Sequenzdateiformate

TestStand 4.0 umfasst zwei neue Formate für Sequenzdateien, welche die Ladezeit von Sequenzen verkürzt, die Lesbarkeit der Sequenzdateien erhöht und die Dateigröße reduziert. Das neue Binärformat ist zehnmal kleiner als das vorherige Sequenzdateiformat und wird um 75 % schneller geladen. Diese verkürzte Ladezeit kann die Leistung von Sequenzausführungen steigern, die häufig Sequenzen laden. Auch das neue XML-Format bietet Leistungsgewinne, indem es schneller geladen wird als das bisherige Format. Gleichzeitig verbessert es die Lesbarkeit der Sequenzdatei sowohl für Anwender als auch für die Software und erleichtert somit die Integration in andere Systeme.


Migration von Sequenzdateien

Bei der Migration zu TestStand stehen Entwickler eventuell vor der Herausforderung, ihre Prüfsequenzen von einem anderen Format ins TestStand-Sequenzdateiformat umwandeln zu müssen. Die neue Funktionalität zum Umwandeln von Sequenzdateien bietet eine Programmierschnittstelle zum Erstellen von Übersetzern, die alle Sequenzdateiformate automatisch in TestStand-Sequenzen umwandeln. Da der Trend in etlichen Branchen zu standardisierten Beschreibungen von Prüfsequenzen wie etwa Automatic Test Markup Language (ATML) führt, erlaubt diese Funktionalität für die Umwandlung von Sequenzdateien die Nutzung dieser Industriestandards gemeinsam mit der Verwendung der TestStand-Plattform.


Berichterstellung von ATML-Prüfergebnissen

Bei ATML handelt es sich um einen Industriestandard für die Dokumentation im Zusammenhang mit automatisierten Tests. Einer der Bereiche, der durch ATML standardisiert werden soll, ist die Erstellung von Testergebnisberichten. Seit der Version 3.5 steht TestStand bei der Verbreitung von ATML  mit der Bereitstellung automatisierter ATML-Berichte an vorderster Front. Mit TestStand 4.0 wurde die Erstellung von ATML-Testberichten aktualisiert, so dass sie mit der Version 2.0 des ATML-Test-Result-Standard kompatibel sind. Abbildung 4 zeigt einen ATML-Ergebnisbericht und die entsprechende TestStand-Sequenz.

Weitere Informationen über die neuen Entwicklungswerkzeuge in TestStand 4.0 bietet der 27-minütige Webcast zum Thema Enhancing Enterprise Systems Connectivity with TestStand.


Zusammenfassung

Wird ein Upgrade auf TestStand 4.0 in Betracht gezogen, so gibt es oft auch Bedenken dahingehend, inwieweit bestehende Testsequenzen, die in früheren Versionen entwickelt wurden wiederverwendet werden können. Zum Glück können diese Bedenken aufgrund der modularen Architektur von TestStand verworfen werden, da die neue Version abwärtskompatibel ist. Änderungen im neuen Sequenzeditor werden die Ausführung der Sequenzen, die auf der TestStand Engine ablaufen, nicht beeinträchtigen. Darüber hinaus ist der Umstieg von anderen Versionen in der Produktdokumentation und anderen Informationsquellen ausführlich beschrieben. Abonnenten des Standard Service Programs (SSP) für TestStand erhalten Upgrades und Wartungsversionen automatisch und haben Zugang zu zusätzlichen Informationsquellen im NI Services Resource Center.

Weitere Details zum Upgrade auf die neueste Version von TestStand bieten der Software Upgrade Advisor, das Whitepaper Effective TestStand Upgrading oder, für TestStand-SSP-Mitglieder, das NI Services Resource Center.

Da die Wahl der geeignetsten Software eine immer größere Rolle für die effiziente Entwicklung von Testsystemen spielt, werden Werkzeuge wie NI TestStand bei der Reduzierung der Gesamtkosten für die Entwicklung von Prüfsystemen zunehmend an Bedeutung gewinnen. TestStand 4.0 ist als die führende Testmanagementsoftware wegweisend, wenn es darum geht, Entwickler mit leistungsstarken und produktiven Werkzeugen zu versorgen, mit denen sie jetzt und auch in Zukunft alle Herausforderungen bewältigen können, vor die sie die neuesten automatisierten Testanwendungen stellen.

 

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